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Schlagwort-Archive: Sächsisches Landesamt für Archäologie

Der Herold 04/16: Burgkarten, jüdische Kunst und Kuriosien

Neuigkeiten aus Sachsen

Der_HeroldKarte zeigt Schloss Hoheneck im Laufe der Jahrhunderte | Freie Presse
Das Landesamt für Archäologie in Sachsen hatte letztes Jahr im Zuge von Umbau- und Sanierungsarbeiten die Gelegenheit, Grabungen durchzuführen (vgl. Herold 03/15). Die dabei gewonnen Erkenntnisse haben die Mitarbeiter des LfA in eine Karte eingepflegt, die die Bauentwicklungen am Schloss anhand von vier Zeitebenen aufzeigen – beginnend im 13. Jahrhundert (Ersterwähnung der Stalburg im Jahre 1244) bis heute.

Damoklesschwert über der Archäologie | mephisto 97.6
Fachschaftsrat: Archäologie der Uni Leipzig immatrikuliert auch 2016
 | LVZ
Auch im kommenden Wintersemester wird die Universität Leipzig das Studienfach der Archäologie der Alten Welt anbieten – trotz der generell angespannten Personallage und ungewissen Zukunft des Studienganges.


Weitere Nachrichten

Jüdische Kunst im christlichen Dom | Geschichte
Dass das hochmittelalterliche Erfurt ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens war, ist allgemein bekannt (vgl. Wikipedia) – entsprechend ungewöhnlich sind überlieferte Realien. Doch eine lebensgroße Mannesdarstellung aus Bronze („Wolfram“), die man allgemein in den christlichen Kontext stellte, könnte in Wirklichkeit jüdischen Ursprungs sein.
Nachtrag 02.04.: Am 12. April (17 Uhr) findet ein Vortrag zum mittelalterlich-jüdischen Erbe im Sächsischen Landesamt für Archäologie mit freiem Eintritt statt.
Nachtrag 12.01.17: Die Figur ist wohl doch christlichen Ursprungs.

Archäologen entdecken 700 Jahre alten Damm | Märkische Allgemeine
Die brandenburgische B102 verläuft auf ihren 213 Kilometern in relativer Nähe zur Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt und passiert auf dem letzten Stück der Strecke auch das Örtchen Dahme. Seit gut einem Jahr wird dort die Bundesstraße saniert, wobei man auf eine Holzstraße stieß, die zwar in ihrer Existenz bekannt war, jedoch nicht in ihrer Dimension.

Wie kommt das „Alien“-Monster an eine jahrhundertealte Kirche… | GWUP
Immer wieder geistern beeindruckende Funde und architektonische Besonderheiten an historischen Bauten wahlweise durch Foren, Blogs Timelines oder auch mal in den „richtigen Nachrichten“. Doch was hat es mit babylonischen Handys, antiken Computern oder mittelalterlichen Astronauten auf sich?

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Erste Einblicke in’s smac

Am 16. Mai – also in weniger als 9 Tagen – öffnet das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (SMAC) für die breite Öffentlichtkeit. Über die letzten Vorbereitungen berichten die Mitarbeiter fleißig auf der Internetseite (im eigenen Blog) und bei Facebook. Auch der Mitteldeutsche Rundfunk war bei den Arbeiten dabei und brachte am Sonntag einen Nachrichtenbeitrag über das neue Museum. Aus Anlass der Eröffnung widmet sich auch das Wissensformat LexiTV (Sendung am 15.05.2014 um 15 Uhr) am Tag vor der Öffnung der Archäologie:

Plakat des Landesamt für Archäologie SachsenDer Nachrichtenbeitrag ist vorraussichtlich ab Sonntag wohl depubliziert, aber der LexiTV-Beitrag dürfte noch eine Weile online sein. Wir werden auf jeden Fall in nächster Zeit einmal das neue Museum besuchen, einen großen Anreiz beitet das Museum zum Eröffnungswochenende alle Mal: Freien Eintritt! Allerdings lässt das auch einen regen Besucherstrom vorausahnen, was wohl an der Ruhe, sich die Exponate genauer anzuschauen, etwas verdrängen drüfte. Sei’s drum, wir sind sehr gespannt, die ersten Eindrücke sehen mehr als vielversprechend aus.

Nachtrag um 23:59 Uhr: Vorhin haben wir nebenstehendes Plakat des Landesamtes für Archäologie Sachsen an einer Litfaßsäule in Leipzig gefunden. Wir waren schwer begeißtert von der bloßen früheren Existenz eines Wollnashorns! Mission des Plakats erfüllt – tolle PR-Arbeit. Und bitte mehr davon! Schräg gegenüber befindet sich übrigens ein Plakathinweis auf die Hallenser Ausstellung über die mysteriösen Steinzeittoten von 3.300 vor Christus. Diese Sonderausstellung geht übrigens nur noch bis zum 18. Mai 2014!

Nachtrag 15.05.2014: Der MDR hat nun auch eine Sonderseite zur heutigen Museumseröffnung auf seiner Homepage, wo noch einiges mehr zu finden ist. Heute vor 84 Jahren eröffnete übrigens das Kaufhaus Schocken, in welchem sich das Museum nun befindet.

Nachtrag 19.05.2014: Die morgige Ausgabe von Echt – Das Magazin zum Staunen widmet sich ebenfalls der Archäologie mit Blick auf’s smac. (Morgen 21:15 im MDR Fernsehen.)

// Zum Weiterlesen:
Im Kern mittelalterliche Burgen des Erzgebirges

 

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Im Kern mittelalterliche Burgen des Erzgebirges

Als wir am Mittwochabend in Chemnitz ankamen, hatte unser Zug etwa 15 Minuten Verspätung – sprich wir hatten nur noch 13 Minuten Zeit, um vom Hauptbahnhof zum Staatlichen Museum für Archäologie zu gelangen. Wir schafften es gerade noch, uns hinzusetzen und einmal durchzuatmen, ehe sich schon die Direktorin Dr. Sabine Wolfram erhob und die allererste Veranstaltung im noch nicht eröffneten Haus zu eröffnen.

Burgen im mittleren und westlichen Erzgebirge – Zeugen des mittelalterlichen Landbaus und der Herrschaftsbildung lautete das Thema des Abends, welches Volkmar Geupel in einem reichlich anderthalbstündigen Vortrag behandelte. Als zuständiger Archäologe für den Regierungsbezirk Chemnitz ist er wohl vertraut mit den örtlichen Befestigungen und er war auch maßgeblich an deren (Wieder-) Entdeckung bzw. (Neu-) Bewertung beteiligt. Nach einer Einleitung über den Landbau und die Nutzbarmachung des Miriquidi unter Kaiser Friedrich I. in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gab Herr Geupel einen Überblick über die auftretenden Burgtypen und deren Bestandteile (etwa Ringmauer, Burgfried oder Aborteinrichtungen).

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