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Der Herold 07/15: Archäologische Zukunft, Basteleien und Schlachtfeldbuddelei

Neuigkeiten aus Sachsen

Der_HeroldArchaeoMontan 2018
Immer, wenn ich Neuigkeiten über das Projekt ArchaeoMontan höre, ärgere ich mich, dass ich noch immer nicht Silberrausch und Berggeschrey gelesen habe, obwohl es seit der Leipziger Buchmesse bei mir im Regal steht. Was aber nicht am Inhalt, sondern eher am Buchformat liegt. Mit ca. 30x25cm ist es leider nicht so handlich, dass ich es einfach wohin mitnehmen möchte, wie ich es halt häufig mit anderen Büchern tue. Allerdings ist das Format gestalterisch eine gute Wahl gewesen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es geht weiter!
Nachdem im September der Projekt vollständig beantragt wurde, gab es nun grünes Licht für die Fortführung bis 2020. Neun Institutionen, darunter das sächsische Landesamt für Archäologie, die Bergakademie Freiberg oder das Archäologische Institut Most, arbeiten im Zuge des Projektes eng miteinander zusammen, um die Bergbauaktivitäten des 12. und 13. Jahrhunderts auf dem Gebiet des Erzgebirges weiter zu erforschen. Im Förderzeitraum fällt auch der 850. Jahrestag des ersten Silberfundes in Christiansdorf, welches sich im heutigen Freiberger Stadtgebiet befindet.

Archäologie-Studenten fordern Personalzusage von Rektorin Schücking | LVZ.de
Zukunft für die alte Geschichte | mephisto 97.6
So langsam wird man an der Leipziger Universität unruhig: Der Studiengang der klassischen Archäologie sollte zusammen mit dem der Theaterwissenschaften aus Spargründen des Freistaates geschlossen werden, womit es in Sachsen keinerlei Möglichkeit mehr gäbe, Archäologie zu studieren. Als sich die politische Situation 2014 änderte, wurde ein neuer Studiengang angekündigt, der jetzt jedoch längst personell vorgeplant werden sollte. Und in dieser Verbindlichkeit liegt das Problem…

Über 7 Millionen Euro für Sanierung von Schloss Sachsenburg | Pressemitteilung
Schloss Sachsenburg: Sanierung für sieben Millionen Euro | Burgerbe
Seit Jahren ist das Schloss im mittelsächsischen Frankenberg für Besucher nicht mehr zugänglich und verfällt zusehends. Eine dringende Sanierung soll nun auf den Weg gebracht werden, damit das Gebäude auch etwa als Museum sowie als Bildungs- und Kongresszentrum genutzt werden könne.


Des Weiteren sehenswert

Winterzît ist Bastelzeit
Wer kennt diesen jedes Jahr auf’s Neue beschworene Traditionssatz nicht? Und eigentlich gibt es ja immer etwas zu tun. Und falls nicht, hat das Kraftfuttermischwerk zwei zugegebenermaßen nicht ganz so authentische Ideen gefunden: Ein rollbares (Reise-) Schachspiel. Und wahrscheinlich wird in ein paar Jahren dieses zusammenklappbare Holzbett ein Quasi-Standard auf Märkten und Lagern werden – zumindest legt das der Kommentar von Fnordius nahe. Beiden Sachen kann ich ästhetisch viel abgewinnen, allerdings eher für die eigene Hütte denn als Lagerinventar. Aber was darf auf keinen Fall fehlen?

KRIEG! – Eine archäologische Spurensuche
Noch bis zum 22. Mai 2016 zeigt das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle eine Sonderausstellung, die sich mit kriegerischen Aktivitäten aus archäologischer Sicht auseinandersetzt. Außerdem möchte man allgemein die abstrakten Ursprünge des Krieges zu erforschen. Bei uns steht der Besuch noch auf der To do-Liste für’s nächste Jahr.
Zur inhaltlichen Vorbereitung und zum Zeitvertreib in den Zwischentagen habe ich hier einmal zwei Filmbeiträge des ZDF zum Thema eingebettet: Einmal X:enius und einmal Terra X.

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In diesem Sinne. Kriegerische Besinnliche Festtage!

 
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Verfasst von - 22. Dezember 2015 in Der Herold

 

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Schwarz-weißes Goldfernsehen

Das KabelJournal, das Regionalfernsehen für das Westerzgebirge, hat zwei Lößnitzer auf dem Weg nach Halle begleitet. Dass diese dafür eine Woche brauchten, lag daran, dass sie mit einem von zwei Pferden gezogenen Planwagen entlang der Alten Salzstraße (Böhmer Steige) zogen, die von Prag eben nach Halle verläuft. In der 21,5 Minuten sind zwar ca. 6 Minuten Werbung dabei, aber dies möge man dem Regionalsender nicht verübeln.

„ERZ-TV – Die Reportrage“ und das weiße Gold

 
 

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Auf der Mauer, auf der Lauer

…standen dieses Jahr auf der Oberburg Giebichenstein wieder viele viele Marktbesucher und beschauten beispielsweise Schaukämpfe oder den Eisenhans. Soweit ist das ja auch nicht verwerflich, doch um noch besser schauen zu können, wurde halt die Burgmauer betreten. Auf der konnte man ja dann noch viel besser runlaufen und ins tolle Saaletal blicken. (Entsprechende Alternativportale standen ja nicht zur Verfügung.)

Und wenn man halt runterschaut und die Aussicht genießt, kann Klein-Junior dann auch mal aus dem Blickfeld verschwinden. Dass dann ein paar Kinder – vollausgestattet mit Holzschwert und -schild – nicht nur die Mauerreste umhertrugen, sondern auch auf dem Boden fallen und zerbröckeln ließen („Macht ja Puff!“) war dann fast schon Kollateralschaden… Tja, aber gut, die Besucher verhielten sich ja authentisch, konnte doch das gemeine Volk auch nicht lesen. Und dann nützen auch mehrere Hinweisschilder nichts.

Für das nächstjährige Mittelalterspektakel wird die Burg Giebichenstein aber nicht mehr zur Verfügung stehen. Zu groß ist der Andrang der Marktbesucher für das Gemäuer – trotz des etwas sportlichen Eintritts. Die Unterburg war auch ständig gut gefüllt, spielten hier doch beispielsweise die Dudelzwerge auf und gab es allerhand Met-, Handwerker- und Händlerstände (Aber der im EIngangsbereich angebotene Cidermet und Kinderpunsch war echt lecker). Irgendwann sind jedoch die Kapazitäten erreicht.

Da wir dieses Jahr den traditionellen Osterbesuch auf Burg Rabenstein haben ausfallen lassen (aus organisatorischen und teils auch wetterbedingten Gründen (gemeldeter Schneeregen)), war Giebichenstein eine gute Alternative, denn das doppelte Burgfest in Halle fand nur ein Wochenende später (14./15. April) statt.

 

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