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Schlagwort-Archive: Bier

Der Herold 01/16: Vandalen, Münzen und Bier

Neuigkeiten aus Sachsen

Der_HeroldUnbekannte randalieren am Wüsten Schloss bei Oschatz | LVZ
Was machen die deutschesten Deutschen mit ihrem deutschen Kulturerbe? Jawohl! Als „deutsch“ markieren. Mit deutschen Symbolen! Und deutscher Kraft! Zur Freude… Verzeiht, aber anders kann ich mir nicht erklären, warum die ach so überlegenen Urgermanen Erklärtafeln an einer Wüstung zerbeulen und besprühen. So geschehen um die Jahreswende herum.

Zerstörungswut in der Silvesternacht // Wasserschloss soll Wellnesshotel werden | (2x) Sächsische Zeitung
In Niederau im Landkreis Meißen haben Unbekannte zum Jahresende ebenfalls die wohldifferenzierte Ansicht gehabt, dass Zerstörung immer eine gute Idee sei. Von daher schlugen sie Fensterscheiben des Wasserschlosses Oberau ein und steigen diesem schließlich aufs Dach…
Ein paar Tage später veröffentliche ebenfalls die Sächsische Zeitung einen Bericht über eine mögliche Zukunft des Schlosses Oberau: Eine Familie aus Dresden hat die Vision eines Fünf-Sterne-Wellnesshotels, die Gemeinde Niederau möchte jedoch keine komplette Privatisierung, sondern möchte das Gebäude der Allgemeinheit offen halten.

Die Unterwelt des Mittelalters | Frankfurter Rundschau
Noch bis zum 03. April gastiert im Museum der Westlausitz in Kamenz die Wanderausstellung Silberrausch und Berggeschrey, die Ergebnisse des ArchaeoMontan-Projektes einem breiten Publikum zugänglich machen möchte. Neben den allgemeinen Hintergründen zur Ausstellung (und eben auch zum Projekt) wird etwa auf die Notwendigkeit von Wasserknechten hingewiesen, als auch auf die enormen Arbeitsleistungen des mittelalterlichen Bergbaus. Passend zum Thema hat Archäologie online einen SPIEGEL TV-Beitrag aus dem Jahre 2014 ausgebuddelt:

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Weitere Nachrichten

Hobby-Archäologe findet Schatz seines Lebens | Märkische Allgemeine Zeitung
Aus dem 12./13. Jahrhundert stammen die rund 2100 Hochrandpfennige, die ein Hobbyarchäologe im Ostbrandenburger Märkisch-Oberland gefunden hat. Die Münzen waren früher auch als Sachsen- bzw. Wendenpfennige bekannt und sollen noch im Januar der Öffentlichkeit präsentiert werden.

500 Jahre Reinheitsgebot: Die Kelten kannten es nicht – und brauten trotzdem hochwertig | Archäologie online
Vielleicht wird die Wahrnehmung des Berliner Flughafens (BER) nun etwas aufgebessert, denn wo gebaut werden will, muss erst einmal gegraben werden. Dabei fanden sich interessante Details mittelalterlicher Braukunst: Beispielsweise einen Hopfengarten und Malz von Spelzgerste aus dem 12.-14. Jahrhundert. Doch der sehr lesenswerte Artikel bietet noch einiges mehr!

Honig für das Kloster Lehnin | Märkische Allgemeine Zeitung
In historischem Gewand auf (möglichst) historische Pfade gehend, brachten zwei Mittelalterbegeisterte einen mit Honig gefüllten Keramiktopf aus (dem Museumsdorf) Düppel zum Kloster Lehnin, um einer historischen Abgabepflicht nachzukommen. Wie sie, ihre Füße und verbeinigen Begleiter die Reise erlebten, schildern sie der Märkischen Allgemeinen.

 
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Verfasst von - 10. Januar 2016 in Der Herold

 

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Der Herold 03/15: Bier, Krankheiten und Schachfiguren

Neuigkeiten aus Sachsen

Der_Herold

Archäologische Funde unter Hoheneck | KabelJournal
Seit fast genau 14 Jahren ist das heutige Schloss Hoheneck kein Frauengefängnis mehr und dient seither als Gedenkstätte, da in seinen Gemäuern zu DDR-Zeiten inbesondere Frauen aus politischen Gründen festgehalten wurden. Errichtet wurde die Anlage auf den Grundmauern eines Jagdschlosses des 16. Jahrhunderts, welches wiederrum eine damalige Höhenburg ersetzte. Keramik und Mauerreste jener hochmittelalterlichen Befestigung konnten nun vor Ort ergraben werden, denn für eine geplante Technikausstellung werden ein paar Räumlichkeiten renoviert. (Wer den Text nicht selbst lesen mag, kann sich auch den darunter verlinkten Videobeitrag anschauen. Der Artikeltext entspricht (ausgenommen einer Ortsmarke) dem Beitragstext.)

»Prost! 1.000 Jahre Bier in Sachsen.« | Albrechtsburg Meißen
Was hätten wir nur dieses Jahr alles ohne Bischof Thietmar von Merseburg nicht gemacht? Neben den Jubiläumsfeierlichkeiten in Leipzig und Merseburg gäbe es wohl auch eine Sonderausstellung aus der thronenden Albrechtsburg in Meißen weniger. Doch zum Glück schrieb er in seiner Chronik auch darüber, dass es 1015 auf der Meißner Burg eine Art Honigbier gab. Aus Anlass dieser Erwähnung kann man sich ab dem 24. April über eine tausendjährige Biergeschichte in Sachsen informieren. Der Mitteldeutsche Rundfunk war bereits vorab zu Besuch: MDR vor Ort: … süffig vom Bierjubiläum in Meißen.
Thematisch weiterführende Lektüre, die ich mir zugegebenermaßen noch nicht näher angeschaut habe, stammt von Gunter Stresow: Durstiges Wettin – Vom Brauen und Trinken in Sachsen [pdf].


Weitere Nachrichten

Mittelalterliches Rezept tötet multiresistenten Krankenhauskeim MRSA | DerStandard
Bald’s Leechbook ist eine medizinische Handschrift, die im 9. Jahrhundert in altenglischer Sprache verfasst wurde und dieser Tage große Beachtung fand. So findet sich in ihr beispielsweise ein Rezept für ein Augenheilmittel, welches nun im Verdacht steht, antibiotikaresistente Keime bekämpfen zu können. Forscher der Universität Nottingham haben dafür in Texas (arme Labor-) Ratten mit MRSA infiziert, das Gemisch aus Knoblauch, Zwiebeln, Wein und Ochsengalle angesetzt und die Versuchstiere mit der entstandenen Mixtur behandelt – mit erstaunlichem Ergebnis.
Krautreporter hatte zufällig zur gleichen Zeit ein Hintergrundstück zum Thema multiresistente Keime: Warum manche Bakterien immer gefährlicher für uns werden.

Der Schwarze Tod kam über die Hafenstädte nach Europa | Archäologie online
Im Jahre 1347 kam die Pest über Venedig nach Europa, von wo aus sie sich wie ein Flächenbrand über den Kontinent ausbreitete. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Oslo und der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL haben nun aber gute Gründe anzunehemen, dass dieses Ereignis nicht einmalig in der Geschichte war. Dafür verglichen sie die geschichtlichen Klimaveränderungen, die Polpulationsdichten und die Zahl der Pestausbrüche miteinander und stellten erstaunliche mögliche Zusammenhänge fest.

Schachfiguren vom Mittelalter-Schnitzer | Spiegel Online
Eine Schnitzwerkstatt des 12. Jahrhunderts wurde in England gefunden – zusammen mit einer Vielzahl an Schachfiguren aus Hirschgeweih. Die Figuren entstanden wohl im gleichen Zeitraum, in welchem auch die berühmten Lewis-Chessmen angefertigt wurden. Die gefundenen Schachfiguren lassen den Schluss zu, dass sie für den angelsächsischen Markt und nicht für den Export gedacht waren.

Zum Abschluss hier noch ein paar kleine Hinweise zu mittelalterlichen Monstern:
Ten Things To Know About Medieval Monsters | British Library
Ten Strange Medieval Animals You Might Not Have Heard Of | Medievalists.net

 
 

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