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Sterneneisen, Sterneneisen – wenn sie auch nach Dresden reisen

Nach Leipzig und dem Wasserschloss Klaffenbach stand letztes Wochenende nun mein viertes und letztes In Extremo-Konzert des Jahres 2011 auf dem Programm. Etwas nach 18 Uhr war der Alte Schlachthof in Dresden erreicht und eine schon beachtliche Schlange stand vor dem Einlass. Etwas nach 19 Uhr war die Lage entspannter: Es war warm, ich war drin und ich hab sogar ’nen Platz in der 8. Reihe mittig gefunden. Es erinnerte mich schon etwas an das Konzert, welches In Extremo 2009 im Großen Garten in Dresden spielten: 20 Minuten vor Einlass da sein und es dennoch in die 2. Reihe schaffen. 😀

Aber gut, drin ist drin und die (mir bis dato völlig unbekannte) Vorband Rêverie ließ nicht lange auf sich warten, sie begann sogar etwas früher. Doch irgendwie zündete der Funke nicht wirklich und es war durchaus mies, als sie ihr letztes Lied ankündigten und Applaus aus dem Publikum zu vernehmen war. Erst später sollte eine mögliche Ursache für die etwas misslige Lage bekannt werden: Es war erst ihr 2. Auftritt überhaupt – und das im ausverkauftem Schlachthof…

Gegen 21 Uhr wurde es schließlich wieder dunkel und das Intro der Sterneneisen-Tour war zu sehen und zu hören. Mit einem lauten Knall flog das weiße Tuch, welches von Anfang an einen Teil der Bühne verdeckte, gen Bühnenboden. Gleichzeitig eröffnete In Extremo mit „Sterneneisen“ ihren Auftritt, um anschließend der bereits jubelnden Meute mit „Frei zu sein“ weiter einzuheizen. Gleich von den ersten Tönen an hatten sie das Publikum mit sich genommen. Es folgten weitere Songs aus dem neuen Album („Zigeunerskat“, „Stalker“, „Zauberspruch No. VII“, „Siehst du das Licht“, „Viva la Vida“) und natürlich Klassiker („Krummavisur“, „Wind“, „Liam“, „Rasend Herz“, „Vollmond“ …). Wie immer geizten sie nicht mit Pyrotechnik, das Publikum war ausgelassen und die Zeit verging wie im Fluge. So kam es, dass man „Auf’s Leben“ trank. Als Zugaben folgten „Küss mich“, „Stetit Puella“ und der „Spielmannsfluch“. Nach erneuten Zugaberufen regnete es gehörig viele goldene Schnippsel von der Decke, um nochmal zu verdeutlichen „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“. Es waren wohl noch nicht alle Schnippsel aus der Luft, da ertönten Rufhörner und Donnergrollen kündigte an, dass es wieder im Programm war: „Villemann og Magnhild“. Man vermisst zwar die „Feuershow“ des alten Drummers Morgenstern, aber sonst hat dieses Urgestein nichts an seinem Wesen eingebüßt, welcher doch immer wieder ein toller Konzertabschluss ist und auch noch in den Köpfen des Publikums ein definitves Ende darstellt, denn danach gab es nur noch zwei, die aber eher scherzhaft nach einer Zugabe riefen.

Gegen 23 Uhr und ein paar Einkäufe später war Aufbruch angesagt. Unterwegs fand ich auch die vorsorglich versteckte Schwip Schwap-Flasche wieder, die durch den kalten Dezemberabend nun eine tolle und dringende Erfrischung bot. Es ging hinein in die Nacht und der helle Vollmond zog weiter seinen Kreis…

 

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Schandmaul im Alten Schlachthof

Schon etwas über einen Monat ist es her, dass ich in Dresden auf dem Schandmaulkonzert der Traumtänzer-Tour war – meinem ersten Schandmaulkonzert, denn die Band hatte ja knapp anderthalb Jahre Pause gemacht und zuvor hat sich bei mir kein Konzertbesuch ergeben. Grund genug also die Karten zeitig zu holen.

Meine Einstimmung fand ich nur 8 Tage vorher bei der Record Releaseparty in Leipzig, wo ich mir gleich das Tourshirt holte, um gut gerüstet zum Konzert zu gehen. So kam er ran, der Sonnabend. Ein Kumpel brachte mich zum Alten Schlachthof, da er sich Dresden gut auskennt und überließ mich etwa eine Stunde vor Konzertbeginn meinem Schicksal. Zügig ging ich in die Halle, denn ich wollte möglichst weit vor und vielleicht mittig. Letzteres wurde mir verwehrt, aber dritte Reihe zähle ich noch zu weit vor an die Bühne.

Rawkfist in DresdenSchließlich ging es los und die Symphonic Metal-Vorband Rawkfist stellte sich dem Publikum. Ein erstes Reinschnuppern in ihr Repertoire zeigt durchaus, dass die Band Potential hat und ich denke, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft sich ihren Namen gemacht hat. Zum letzten Lied holten sie noch ihre Great Highland Bagpipe raus, um das Publikum auf die folgenden schandmäulerischen Klänge einzustimmen. Eine coole Ballade brachte den Abschluss und die Vorfreude auf die Schandmäuler stieg. 🙂

 

3 SchandmäulerDann endlich war es soweit und die Künstler kamen hervor und begannen ihr Konzert mit „Kein Weg zu weit“. Weiter ging es „Auf hoher See“ zum „Assassinen“, der „Drachentöter“ wandelte sich zum „Traumtänzer“, das „Hexeneinmaleins“ wurde an „Walpurgisnacht“ zum „Feuertanz“ aufgezählt und ein Höhepunkt kam zum nächsten. Mit insgesamt 26 Stücke – mal energiegeladen, mal romantisch – präsentierten die Münchner einen guten Querschnitt durch ihr Alben und brachten die Menge zum Rocken, Springen oder Feuerzeugschwenken.

Ein gelungener Abend also, der nicht in Vergessenheit geraten wird. Denn auch nach dem Konzert nahmen sich die Musiker noch Zeit, sich ihren Fans zu widmen. Selbst Birgit, die nicht nur auf dem Konzert ihre Kräfte gelassen hatte (sie gebar ca. 2 Monate zuvor ihr Kind und hatte es mit auf Konzertreise), tauchte für Fotos, Autogramme und Gespräche nochmal auf. Doch nach und nach verschwanden sie wieder und als die Security auch Martin rausschmeißen wollte, hieß es für mich, aufzubrechen…

 

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