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Archiv der Kategorie: Märkte und Lager

Doppelter Besuch auf Burg Kriebstein

IBurg Kriebsteinrgendwie stand für uns die erste Maihälfte ein bisschen im Zeichen der Burg Kriebstein. So zog und »Sachsens schönste Ritterburg« am ersten Maiwochenende in die Döbelner Ecke, da wir wissen wollte, was es auf der Burg so alles zu entdecken gibt. Schließlich wurden hier früher schon Schätze entdeckt. So erfuhren wir dort beispielsweise, dass die Burg zwar erst im 14. Jahrhundert gegründet wurde, sie allerdings der Nachfolgebau einer Motte im nahen Beerwalde ist, die man den Waal nennt und deren Überreste heute noch zu sehen sind. Aufgrund ihrer Spornlage thront die (gerade in den letzten Jahrhunderten umgestalteten) Höhenburg imposant über dem Fluss Zschopau und auch von oben hat man einen schönen Blick über das Umland. In den Räumen der Burg befindet sich heute ein Museum, in dem es uns besonders die dort ausgestellten Burgmodelle angetan hatten. Außerdem läuft derzeit eine kleine Sonderausstellung über Spielzeug in der DDR, wo mir hin und wieder ein »Das hatte ich auch… Und dieser Kipplaster – mit dem hab ich immer im Dreck gespielt!« entwich.

9. Ritterspectaculum auf Burg KriebsteinBereits auf dem Weg zur Burg entdeckten wir am Straßenrand Plakate für das 9. Ritterspectaculum, welches am folgenden Wochenende stattfand. Als wir dann noch mitbekamen, dass gute Freunde eben dieses besuchen wollten, ließen wir uns den Spaß nicht nehmen und fuhren erneut zur Burg. Es interessierte uns außerdem, wie der Burghof mit den Ständen ausgestaltet wurde. Im hinteren Bereich stand die Bühne, von wo aus nicht nur die Gruppe Wechselbalg mit Dudelsäcken zu hören und sehen war, sondern wo auch Tänze vorgeführt und Schaukämpfe „geschlagen“ wurden. Wie auf dem Bild unschwer zu erkennen waren überall sonst (auch schon vor der Burg und dem Eintrittshäusschen) viele Handwerks- und Gastromoniestände zufinden – selbst in den Innenräumen.

Wie bereits eingangs erwähnt, wird Burg Kriebstein als schönste Ritterburg Sachsens beworben – von daher ist sie keineswegs ein Geheimtipp. Hin und wieder nutzt man sie auch für Film- und Fernsehaufnahmen – beispielsweise in Wes Andersons Grand Budapest Hotel oder für die ZDF-Dokumentation Die Kirche und das Geld, die am 09. Juni ausgestrahlt wird. Doch dort tritt sie nicht als Kriebsteiner Höhenburg auf, wie die Döbelner Allgemeine zu berichten weiß. Von daher lohnt sich der Besuch auf der Märchenburg auch aus der Perspektive.

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Leipziger Umschlag

Am vorvorletzen Wochenende (08./09. März) fand wieder der Leipziger Umschlag statt. Eigentlich wollten wir an dem Wochenende in Freiberg die Geburtstage zweier sehr guter Freunde feiern. Da uns aber eine sonntägliche Nachmittagsbeschäftigung fehlte und die Sonne draußen so schön schien, fuhren wir in Kolonne zum Kohlrabizirkus nach Leipzig.

Beim Leipziger Umschlag handelt es sich um einen Hallenmarkt. Zwar tummelten sich vor den Toren der Markthalle der ein oder andere Verkaufsstand, aber das große Spektakel findet nun einmal drinnen im abgedunkelten Ambiente statt. Tragisch bei dem schönen Wetter, allerdings erinnere ich mich noch gut an das Jahr 2010:

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10. Wikinger auf Burg Rabenstein

Zum bereits zehnten Male wurde vergangenes Wochenende der herbstliche Markt auf Burg Rabenstein (bei Chemnitz) zelebriert. Nach einer recht zügigen Parkplatzfindung – Stellplätze sind in Burgnähe ja genügend vorhanden – ging’s schon gleich zum Eingang, wo uns der Wegezoll für Gewandete positiv überraschte: Nur drei Euronen wurden verlangt. Dafür gab es im Vergleich zu den Ostermärkten scheinbar weniger Stände und auch „nur“ eine Bühne stand für die Spielleut Donner & Doria, LaMarotte und die Hexe Chibraxa bereit. Dies ist aber keinesfalls negativ, denn was nützt ein überladener Markt, wenn man lediglich an x Ständen das gleiche kaufen kann? Das Gelände rund um das kleine Gemäuer lädt ohnehin schon zum Verweilen und Genießen ein, da lockern die kleinen Lücken zwischen den Zelten die Stimmung nochmals merklich auf. Einige Stände scheinen inzwischen einen angestammten Platz gefunden zu haben, so etwa der Leder-, der Bogenschieß- oder der Rauchforellenstand; genauso wie der Ausschank des Böhmischen Mets). Es versprach also ein schöner Tag zu werden, zumal auch die Temperaturen etwas höher waren als die Tage zuvor. So besetzten wir ein kleines Stück Fels unterhalb der darauf stehenden Burg und beobachteten das Treiben unter uns. Doch gegen 16 Uhr begann es zu regnen. Was zuerst wie ein kleiner Schauer aussah, entpuppte sich als unaufhörliches Gießkannenwetter. Nach anderthalb Stunden waren wir eine der wenigen Besuchergrüppchen, die sich noch nicht hatten vertreiben lassen. Bis dahin. Doch nun wurde es auch uns ungemütlich und kalt und wir traten durchnässt die Heimreise an. Den Regen konnten wir – trotz den Klängen von LaMarotte – leider nicht abhängen…

 

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1. Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Dresden

Schon vor ein paar Jahren erzählte mir ein Kumpel vom Mittelalterlich Phantasie Spectaculum und dass ich dort nur sabbernd auf dem Boden liegen würde. Dies ist schon eine Weile her. Das Spectcaculum gab’s derweil schon in Mittelamerika, war letztes Jahr für Berlin geplant, doch der Osten Deutschlands blieb ausgespart. Im Jahre des allgemeinen Weltunterganges war es nun soweit: Auf der Webseite des Mittelalter Kultur Festivals kündigte man den Grenzübertritt an. Für das Wochenende vom 8.-10.6. sollte die Messe Dresden Anlaufpunkt der Spielleute, Gaukler, Schausteller, Händler und nicht zuletzt Besucher werden… Read the rest of this entry »

 

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Auf der Mauer, auf der Lauer

…standen dieses Jahr auf der Oberburg Giebichenstein wieder viele viele Marktbesucher und beschauten beispielsweise Schaukämpfe oder den Eisenhans. Soweit ist das ja auch nicht verwerflich, doch um noch besser schauen zu können, wurde halt die Burgmauer betreten. Auf der konnte man ja dann noch viel besser runlaufen und ins tolle Saaletal blicken. (Entsprechende Alternativportale standen ja nicht zur Verfügung.)

Und wenn man halt runterschaut und die Aussicht genießt, kann Klein-Junior dann auch mal aus dem Blickfeld verschwinden. Dass dann ein paar Kinder – vollausgestattet mit Holzschwert und -schild – nicht nur die Mauerreste umhertrugen, sondern auch auf dem Boden fallen und zerbröckeln ließen („Macht ja Puff!“) war dann fast schon Kollateralschaden… Tja, aber gut, die Besucher verhielten sich ja authentisch, konnte doch das gemeine Volk auch nicht lesen. Und dann nützen auch mehrere Hinweisschilder nichts.

Für das nächstjährige Mittelalterspektakel wird die Burg Giebichenstein aber nicht mehr zur Verfügung stehen. Zu groß ist der Andrang der Marktbesucher für das Gemäuer – trotz des etwas sportlichen Eintritts. Die Unterburg war auch ständig gut gefüllt, spielten hier doch beispielsweise die Dudelzwerge auf und gab es allerhand Met-, Handwerker- und Händlerstände (Aber der im EIngangsbereich angebotene Cidermet und Kinderpunsch war echt lecker). Irgendwann sind jedoch die Kapazitäten erreicht.

Da wir dieses Jahr den traditionellen Osterbesuch auf Burg Rabenstein haben ausfallen lassen (aus organisatorischen und teils auch wetterbedingten Gründen (gemeldeter Schneeregen)), war Giebichenstein eine gute Alternative, denn das doppelte Burgfest in Halle fand nur ein Wochenende später (14./15. April) statt.

 

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