RSS

Der Herold 02/15: Jubiläen, Namen und Ausgrabungen

20 Feb

Der_HeroldDie Stadt Leipzig und der Merseburger Dom – zwei große Jubiläen
In diesem Jahr feiert die Stadt Leipzig ein großes Fest: 1000 Jahre Ersterwähnung. Am Handelskreuz der Via Regia bestand eine Burg und eine vorgelagerte Siedlung, aus welcher sich die heutige Messestadt entwickelte. Die Ersterwähnung findet sich in der umfassenden Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg. Und eben jener legte am 18. Mai 1015 auch den Grundstein für den Merseburger Dom. Anlässlich dieser denkwürdigen Anlässe findet in beiden Orten eine Vielzahl an Veranstaltungen statt. So sind beispielsweise Ausstellungen, Konzerte und auch Märkte geplant.

Das Ding aus dem Sumpf
Thietmar von Merseburg bezeichnete, wie auch seine Kollegen des 11. und 12. Jahrhunderts, die heutige Stadt Leipzig mit Namen wie Libzi, Libiz oder Lipczk. Allgemein bekannt ist, dass die Benennung der Siedlung mit den in der Umgebung anzutreffenden Lindenbäumen einher ging. Damals, als das Gebiet noch slawisch war. Das Stadtmagazin kreuzer hat sich mit diversen Mythen der Lindenstadt beschäftigt und befasst sich dabei auch mit dem Stadtnamen.

Glück mit dem Pech im Tagebauvorfeld Nochten
Die deutsche Wikipedia weiß, dass Nochten in der Oberlausitz ein Straßenangerdorf ist, welches im Norden und Westen vom Tagebau umgeben ist. In diesem Gebiet gibt es seit 1993 immer wieder die Möglichkeit, große Gebiete archäologisch zu untersuchen und so Erkenntnisse aus tausenden Jahren Siedlungsgeschichte zu gewinnen. Der Energiekonzern Vattenfall möchte den Tagebau vor Ort ausweiten, weshalb das Sächsische Landesamt für Archäologie im entsprechenden Gebiet vorab buddelt. Im festgelegten Areal stießen die Archäologen auf eine Anlage, anhand dieser die komplette Produktion von Pech im 14 Jahrhundert nachvollzogen werden kann.

Handwerk im Hinterhof
In Görlitz konnte das Sächsische Landesamt für Archäologie einen vermutlich ebenfalls gewerblich genutzten Heizkanal aus dem 14. Jahrhundert finden. Der geplante Bau eines Mehrfamilienhauses brachte die Möglichkeit der Grabung, bei welcher man unter anderem den mit Steinen abgedeckten Wärmekanal fand.

Advertisements
 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 20. Februar 2015 in Der Herold

 

Schlagwörter: , , , , ,

Ihr wollt mitreden? Aber gerne doch!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: