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Der Herold #5: Ausstellungen, die Bibliotheca Augusta und ein Löwenherz

31 Mai

Der_HeroldZum Ende der Maienzît verkündet der Herold einmal mehr interessante Dinge für jeden, der sie hören mag. So tritt er auf dem Plane und fängt an, nachdem er seine Steuererklärung hoffentlich richtig abgegeben hatte.

Neuigkeiten aus Sachsen

Im Verkehrsfunk hört man hin und wieder von diversen Ereignissen am Autobahndreieck Nossen. Tja, früher war alles besser, doch vieles auch anders. Was genau die damaligen Risiken bei Reisen des sächsischen Adels des 16. – 19. Jahrhunderts gegeben hat und welche Reisemöglichkeiten überhaupt zur Verfügung standen, beleuchtet eine Sonderausstellung namens Adel on tour – adlige Reisekultur in Sachsen. Zahlreiche Originale werden noch bis zum 6. Oktober im Schloss Nossen zu sehen sein. Möge die Reise dorthin gütlich verlaufen. | Schlösserland Sachsen

Eine weitere Sonderausstellung befindet sich etwa (mit dem Auto) 65 Kilometer weiter südöstlich. Dort nämlich befindet sich die Festung Königstein, welche sich mit Napoleons Pakt mit den Sachsen aus dem Jahre 1806 beschäftigt. Sachsen bekam dadurch einen eigenen König und das bisherhige Kurfürstentum wurde Verbündeter an der Seite des Bonapartes. Gezeigt werden Exponate der Zeit zwischen 1806 und 1815 – auch Napoleons schwarzer Hut wurde beschafft. Die Ausstellung läuft noch bis zum 03. November, dieses Wochenende ist zudem ein Historienspektakel geplant, das jedoch zeitlich im Dreißigjährigen Krieg angesiedelt ist. | burgerbe-blog


Weitere Nachrichten

Die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel (Niedersachsen) beherbergt unter anderem den Sachsenspiegel, dem ältesten Rechtsbuch des deutschen Mittelalters und ein Grund, warum dieser Blog hier so heißt. Seit 1999 digitalisiert die Bibliotheca Augusta, wie sie auch genannt wird, im Rahmen ihres Projektes Wolfenbütteler Digitale Bibliothek (WDB) besonders seltene, forschungsrelevante oder auch häufig benutzte Teile ihres Altbestandes. Über 2,8 Millionen Seiten und reichlich 17.000 Drucke und Handschriften sind auf diesem Wege bereits (nach einenen Angaben) zugänglich gemacht worden und auch der Sachsenspiegel steht online abrufbereit. All diese Scans, sowie digitale Editionen und Volltexte der Bibliothek stehen nun unter der Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0 DE). Das heißt, dass man die Werke mit Quellennennung („Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel“) unter den gleichen Bedingungen weitergeben darf. | Golem, heise

Nachdem Richard Löwenherz, seines Zeichens u.a. König von England, im Jahre 1199 in Châlus starb, balsamierte man seinen Leichnam aufwendig ein. Zuvor jedoch entnahm man ihm sein Herz und legte es in eine Bleikiste, welche versiegelt und in der Kathedrale von Rouen beigesetzt wurde. 1838 fand man bei Ausgrabungen in der Kathedrale diese Bleikiste wieder. Der Franzose Philippe Charlie durfte nun vor ein paar Monaten 2 Gramm des Kisteninhalts analysieren und Erstaunliches in Erfahrung bringen. | burgerbe-blog

Anfang Oktober 2010 strahlte Sat.1 den ersten Teil seiner Wanderhuren-Reihe aus. Die Romanverfilmung brachte damals ca. 9,75 Mio. Zuschauer ein und wurde mit dem Filmpreis Diva für den erfolgreichsten deutschen Fernsehfilm 2010 ausgezeichnet. Auf ähnliche Erfolge scheint nun das ZDF zu hoffen, denn die Mainzer lassen bereits Die Pilgerin des Autorendous Iny Lorentz verfilmen. Die Dreharbeiten mit Josefine Preuß in der Hauptrolle laufen noch bis Mitte August und finden in der Tschechischen Republik und Ungarn statt. Zeitlich angesiedelt ist der Roman im 14. Jahrhundert und stellt die Situation der Tilla Willinger dar, die die Tochter eines wohlhabender Kaufmanns war. Als ihr Vater stirbt, krämpelt ihr Bruder ihr Leben um und das Unheil nimmt seinen Lauf… | DWDL.de

Zu guter letzt noch etwas zur Tageshistorie. Heute vor 706 Jahren, also am 31. Mai 1307, tobte die Schlacht bei Lucka. Die Auseinandersetzung zwischen dem Habsburger Albrecht I. und Friedrich I., Markgraf von Meißen. Außerdem war der Lausitzer Markgraf Dietrich IV. mit von der Partie. Auslöser der Fehde war das Aussterben einer Lebenlinie der Wettiner, die in der Mark Meißen die Herrschaft innehatten. Adolf von Nassau setzte seinen Sohn Albrecht I. als Herrscher ein, was jedoch den Erben der Wettiner verständlicherweise wenig schmeckte. Die Schlacht entschied Friedrich I. für sich und sicherte so für Herrschaftsfolge der Wettiner, die bis ins 20. Jahrhundert andauerte.

Und damit ging der Herold seiner Wege.

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