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Burg Rabenstein

10 Apr

130410_rabenstein1Im gleichnamigen Chemnitzer Stadtteil steht Sachsens kleinste Burg: Rabenstein. Von ihr sind nur noch der Ostflügel und der Burgfried erhalten, wobei letzterer wohl der älteste Teil der Burg sein dürfte. Scheinbar befanden sich im Süden neben einigen Gebäuden auch ein Torhaus. Eine ca. 1,50m starke und 180m lange Ringmauer umfasste das Gelände, welche im Norden und Süden an einem Wassergraben grenzte. Heute ist die Burg ein beliebtes Ausflugsziel und ist Außenstelle des Schlossbergmuseums Chemnitz. Auf dem Gelände befindet sich zudem das Schloss Rabenstein, welches nunmehr als Hotel dient.

 Vor vielen Jahrhunderten begann man den dichten Wald, den man auch Miriquidi nannte, zu besiedeln. Dadurch entstand in der Mitte des 12. Jahrhunderts die Herrschaft Rabenstein der Herren von Waldenburg und alsbald begann – vermutlich im Jahre 1170 – der Burgbau. Erstmals erwähnt wird sie 1301 auf einer Urkunde des Altenburger Klosters, die einen Cunradus de Rabenstein nennt. 74 Jahre später verkaufte Johann von Waldenburg für »1.700 Schock gute Freiberger Groschen« die Burg und die zwei zugehörigen Dörfer (Ober- und Niederrabenstein) an das Chemnitzer Benediktinerkloster, woraufhin die zehnjährige Rabensteiner Fehde erst recht entbrannte.

Das Benediktinerkloster, das in der Streitigkeit siegte, wurde im Zuge der Reformation 1540 aufgelöst. Die Besitztümer wurden Staatsbesitz und wurden von Chemnitz verwaltet. Die herrschenden Wettiner verpachteten die Burg Rabenstein an verschiedene Familien weiter. 1619 erwarb Hans Georg von Carlowitz Oberrabenstein samt Burg und begann mit Sanierungs- und Bauarbeiten an dem Gemäuer.

1774 er130410_rabenstein4warb der Chemnitzer Textilkaufmann Johann Georg Siegbert das Gelände. Er ließ zwei Jahre später nicht nur diverse Wirtschaftsgebäude errichten, sondern auch das Schloss Rabenstein, welches ihm als Herrenhaus dienen soll. Außerdem gestalteten er und seine Nachfolger die Burganlage in einen romantischen Park englischen Stils um, wobei hierfür besonders Maximilian von Welck zu nennen ist. 1819 wurde die Burg Rabenstein »im alten Ritterstyl« unter georg Ludwig von Welck saniert, welcher zehn Jahre zuvor die Burg in Besitz nahm. Anschließend wechselte der Grundbesitz mehrfach, verfiel schließlich, sodass 1923 eigens ein Ortsgesetz zum Schutze der Burg und anderer Gebäude in Rabenstein erlassen werden musste. Mit den Eintrittsgeldern, die man sich aus einer Ausstellung historischer Gegenstände versprach, konnte man den Verfall jedoch nicht aufhalten. So musste die Burg Rabenstein 1942 wegen Einsturzgefahr geschlossen werden.

130410_rabenstein3Mit der Eingemeindung Rabensteins an Chemnitz, wurde die Stadt Eigentümer der Burg und sanierte diese in den Jahren 1955/56, sodass sie 1959 als Museum wieder zugänglich gemacht werden konnte. Seitdem wurden immer wieder Erneuerungsarbeiten durchgeführt, etwa 1988 an der Burgmauer. Wie am Anfang angedeutet, ist die Burg Rabenstein ein kleines Museum und zum Saisonanfang, dem Osterwochenende, und -ende (das Wochenende um den Tag der Deutschen Einheit) finden seit Jahren Mittelaltermärkte statt.

Homepage: www.burg-rabenstein.info

Quellen: http://www.historisches-chemnitz.de/altchemnitz/mauerntuerme/burgrabenstein/burgrabenstein.html, http://www.schlossbergmuseum.de/index.php?content=rabenstein, http://de.wikipedia.org/wiki/Chemnitz-Rabenstein
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