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Sterneneisen, Sterneneisen – wenn sie auch nach Dresden reisen

13 Dez

Nach Leipzig und dem Wasserschloss Klaffenbach stand letztes Wochenende nun mein viertes und letztes In Extremo-Konzert des Jahres 2011 auf dem Programm. Etwas nach 18 Uhr war der Alte Schlachthof in Dresden erreicht und eine schon beachtliche Schlange stand vor dem Einlass. Etwas nach 19 Uhr war die Lage entspannter: Es war warm, ich war drin und ich hab sogar ’nen Platz in der 8. Reihe mittig gefunden. Es erinnerte mich schon etwas an das Konzert, welches In Extremo 2009 im Großen Garten in Dresden spielten: 20 Minuten vor Einlass da sein und es dennoch in die 2. Reihe schaffen. 😀

Aber gut, drin ist drin und die (mir bis dato völlig unbekannte) Vorband Rêverie ließ nicht lange auf sich warten, sie begann sogar etwas früher. Doch irgendwie zündete der Funke nicht wirklich und es war durchaus mies, als sie ihr letztes Lied ankündigten und Applaus aus dem Publikum zu vernehmen war. Erst später sollte eine mögliche Ursache für die etwas misslige Lage bekannt werden: Es war erst ihr 2. Auftritt überhaupt – und das im ausverkauftem Schlachthof…

Gegen 21 Uhr wurde es schließlich wieder dunkel und das Intro der Sterneneisen-Tour war zu sehen und zu hören. Mit einem lauten Knall flog das weiße Tuch, welches von Anfang an einen Teil der Bühne verdeckte, gen Bühnenboden. Gleichzeitig eröffnete In Extremo mit „Sterneneisen“ ihren Auftritt, um anschließend der bereits jubelnden Meute mit „Frei zu sein“ weiter einzuheizen. Gleich von den ersten Tönen an hatten sie das Publikum mit sich genommen. Es folgten weitere Songs aus dem neuen Album („Zigeunerskat“, „Stalker“, „Zauberspruch No. VII“, „Siehst du das Licht“, „Viva la Vida“) und natürlich Klassiker („Krummavisur“, „Wind“, „Liam“, „Rasend Herz“, „Vollmond“ …). Wie immer geizten sie nicht mit Pyrotechnik, das Publikum war ausgelassen und die Zeit verging wie im Fluge. So kam es, dass man „Auf’s Leben“ trank. Als Zugaben folgten „Küss mich“, „Stetit Puella“ und der „Spielmannsfluch“. Nach erneuten Zugaberufen regnete es gehörig viele goldene Schnippsel von der Decke, um nochmal zu verdeutlichen „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“. Es waren wohl noch nicht alle Schnippsel aus der Luft, da ertönten Rufhörner und Donnergrollen kündigte an, dass es wieder im Programm war: „Villemann og Magnhild“. Man vermisst zwar die „Feuershow“ des alten Drummers Morgenstern, aber sonst hat dieses Urgestein nichts an seinem Wesen eingebüßt, welcher doch immer wieder ein toller Konzertabschluss ist und auch noch in den Köpfen des Publikums ein definitves Ende darstellt, denn danach gab es nur noch zwei, die aber eher scherzhaft nach einer Zugabe riefen.

Gegen 23 Uhr und ein paar Einkäufe später war Aufbruch angesagt. Unterwegs fand ich auch die vorsorglich versteckte Schwip Schwap-Flasche wieder, die durch den kalten Dezemberabend nun eine tolle und dringende Erfrischung bot. Es ging hinein in die Nacht und der helle Vollmond zog weiter seinen Kreis…

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