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Neuheiten

Am 10. April 2011 startete der SachsenSpiegler als Blog für die Themen Mittelalter und Fantasy. Vorbild hierfür war ein früheres Privatprojekt, welches sich vornehmlich um Rückblicke erzgebirgischer Mittelaltermärkte und einschläger Konzerte widmete (von denen meine Kumpels und ich häufig welche besuchten). Der SachsenSpiegler sollte dieses Hobby weiterführen, und mit Video- und Bildfunden angereichert werden. Den Namen SachsenSpiegler hatte ich gewählt, da umzugsbedingt nicht mehr nur im Erzgebirge unterwegs war. Der Blog sollte also Ereignisse in Sachsen widerspiegeln. Und irgendwie kam dann noch vor allem Sachsen-Anhalt und Niedersachsen dazu. Aber was soll’s, schließlich wurde ja der Sachsenspiegel in eben letzterer Region veröffentlicht…

Soweit so gut. Doch im Laufe der Zeit besuchte ich immer weniger Märkte, dann war ich komplett beim WGT dabei (und nicht nur ein Tag im Heidnischen Dorf wie noch 2010) und im August schloss sich schon das Gößnitz Open Air, das M’era Luna und einiges anderes an. Das “Themenspektrum” wuchs irgendwie (zusammen mit den Regionen) mit und letztendlich war es ein kleiner Mischmasch aus etwas Geschichte, deutlich mehr Fantasy, ein größerer Klecks schwarz und seltener ein Markt oder auch mal ein Lager. Klar, irgendwann ist man mit Mittelaltermärkten als solches gefüttert, man lernt Neues, Interessantes – und auch historisch Richtigeres kennen. Jedenfalls bin ich etwas unglücklich geworden mit diesem Blog. Hier und da überlegte ich, wie man ihn neu ordnen könnte, was man ändern könnte. Es hemmte durchaus auch die Schreiblust.

Nun entwickelte sich langsam der Gedanke, den Gothic-Kram auszulagern und hier wieder mehr zu historisieren. Und heute auf Arbeit kam mir dann schließlich die mir passende Namensidee für den “dunkleren” Blog: SCHATTENspiegler. Also habe ich kurzerhand den Inhalt von hier in den neuen Blog übernommen und anschließend hier und drüben jeweils invertiert entrümpelt. Die (Gothic-) Festivalberichte liegen nun quasi doppelt vor, da sie ja meist irgendwie “mittelalterlich” sind. Die SeitenSpiegler gibt es aber nur hier (außer dem letzten, der ja eh durch’s WGT und so eher dunkelbunt war.) Ansonsten dürfte ich konsequent getrennt haben. Wichtig bei der Aktion war mir aber auch die optische wie namentliche Ähnlichkeit beider Seiten.

Ich werde dieser Tage wohl beide Blogs entsprechend neu strukturieren. Hier gedenke ich vor allem die Sortierung nach Regionen einzudampfen. Ansonsten bin ich mal gespannt, wie sich die beiden Blogs nun gestalten werden. Ein paar Ideen habe ich zumindest schon einmal…

 
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Verfasst von - 21. September 2014 in Allgemein

 

SeitenSpiegler 04/14: Bauarbeiten, Fürstentage und mancherlei Bodenfunde

In der Maienzît sind uns wieder ein paar interessant erscheinende Dinge im Internet begegnet – nun hier zusammengefasst im neuen SeitenSpiegler:

  • Seit geraumer Zeit wird fleißig im und am erzgebirgischen Schloss Schwarzenberg gebaut, welches zwischen 1200 und 1220 (zur Zeit der Besiedelung des Erzgebirges) errichtet wurde. Und meist gehen mit solchen Arbeiten auch gern einmal neue Funde einher. So konnten etwa hinzugerufene Archäologen Anfang Dezember Knochen und Scherben bergen. Außerdem konnten neue Erkenntnisse über die Ringmauer im Südflügel gewonnen werden. (KabelJournal) Und die Arbeiten gehen weiter – und vielleicht finden sich ja noch die ein oder anderen Schätze. Wie der Lokalsender KabelJournal berichtete, wurden Anfang Mai beispielsweise neue Deckenbalken eingebaut. Die Räume, die derzeit umgebaut werden, beherbergten die Dauerausstellung des Schlosses, welche nun parallel neugestaltet wird. Ab November 2014 kann man die neue Ausstellung wieder besichtigen und dabei auch einige komplett neue Exponate vorfinden.

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Doppelter Besuch auf Burg Kriebstein

IBurg Kriebsteinrgendwie stand für uns die erste Maihälfte ein bisschen im Zeichen der Burg Kriebstein. So zog und »Sachsens schönste Ritterburg« am ersten Maiwochenende in die Döbelner Ecke, da wir wissen wollte, was es auf der Burg so alles zu entdecken gibt. Schließlich wurden hier früher schon Schätze entdeckt. So erfuhren wir dort beispielsweise, dass die Burg zwar erst im 14. Jahrhundert gegründet wurde, sie allerdings der Nachfolgebau einer Motte im nahen Beerwalde ist, die man den Waal nennt und deren Überreste heute noch zu sehen sind. Aufgrund ihrer Spornlage thront die (gerade in den letzten Jahrhunderten umgestalteten) Höhenburg imposant über dem Fluss Zschopau und auch von oben hat man einen schönen Blick über das Umland. In den Räumen der Burg befindet sich heute ein Museum, in dem es uns besonders die dort ausgestellten Burgmodelle angetan hatten. Außerdem läuft derzeit eine kleine Sonderausstellung über Spielzeug in der DDR, wo mir hin und wieder ein »Das hatte ich auch… Und dieser Kipplaster – mit dem hab ich immer im Dreck gespielt!« entwich.

9. Ritterspectaculum auf Burg KriebsteinBereits auf dem Weg zur Burg entdeckten wir am Straßenrand Plakate für das 9. Ritterspectaculum, welches am folgenden Wochenende stattfand. Als wir dann noch mitbekamen, dass gute Freunde eben dieses besuchen wollten, ließen wir uns den Spaß nicht nehmen und fuhren erneut zur Burg. Es interessierte uns außerdem, wie der Burghof mit den Ständen ausgestaltet wurde. Im hinteren Bereich stand die Bühne, von wo aus nicht nur die Gruppe Wechselbalg mit Dudelsäcken zu hören und sehen war, sondern wo auch Tänze vorgeführt und Schaukämpfe “geschlagen” wurden. Wie auf dem Bild unschwer zu erkennen waren überall sonst (auch schon vor der Burg und dem Eintrittshäusschen) viele Handwerks- und Gastromoniestände zufinden – selbst in den Innenräumen.

Wie bereits eingangs erwähnt, wird Burg Kriebstein als schönste Ritterburg Sachsens beworben – von daher ist sie keineswegs ein Geheimtipp. Hin und wieder nutzt man sie auch für Film- und Fernsehaufnahmen – beispielsweise in Wes Andersons Grand Budapest Hotel oder für die ZDF-Dokumentation Die Kirche und das Geld, die am 09. Juni ausgestrahlt wird. Doch dort tritt sie nicht als Kriebsteiner Höhenburg auf, wie die Döbelner Allgemeine zu berichten weiß. Von daher lohnt sich der Besuch auf der Märchenburg auch aus der Perspektive.

 

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Erste Einblicke in’s SMAC

Am 16. Mai – also in weniger als 9 Tagen – öffnet das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (SMAC) für die breite Öffentlichtkeit. Über die letzten Vorbereitungen berichten die Mitarbeiter fleißig auf der Internetseite (im eigenen Blog) und bei Facebook. Auch der Mitteldeutsche Rundfunk war bei den Arbeiten dabei und brachte am Sonntag einen Nachrichtenbeitrag über das neue Museum. Aus Anlass der Eröffnung widmet sich auch das Wissensformat LexiTV (Sendung am 15.05.2014 um 15 Uhr) am Tag vor der Öffnung der Archäologie:

Plakat des Landesamt für Archäologie SachsenDer Nachrichtenbeitrag ist vorraussichtlich ab Sonntag wohl depubliziert, aber der LexiTV-Beitrag dürfte noch eine Weile online sein. Wir werden auf jeden Fall in nächster Zeit einmal das neue Museum besuchen, einen großen Anreiz beitet das Museum zum Eröffnungswochenende alle Mal: Freien Eintritt! Allerdings lässt das auch einen regen Besucherstrom vorausahnen, was wohl an der Ruhe, sich die Exponate genauer anzuschauen, etwas verdrängen drüfte. Sei’s drum, wir sind sehr gespannt, die ersten Eindrücke sehen mehr als vielversprechend aus.

Nachtrag um 23:59 Uhr: Vorhin haben wir nebenstehendes Plakat des Landesamtes für Archäologie Sachsen an einer Litfaßsäule in Leipzig gefunden. Wir waren schwer begeißtert von der bloßen früheren Existenz eines Wollnashorns! Mission des Plakats erfüllt – tolle PR-Arbeit. Und bitte mehr davon! Schräg gegenüber befindet sich übrigens ein Plakathinweis auf die Hallenser Ausstellung über die mysteriösen Steinzeittoten von 3.300 vor Christus. Diese Sonderausstellung geht übrigens nur noch bis zum 18. Mai 2014!

Nachtrag 15.05.2014: Der MDR hat nun auch eine Sonderseite zur heutigen Museumseröffnung auf seiner Homepage, wo noch einiges mehr zu finden ist. Heute vor 84 Jahren eröffnete übrigens das Kaufhaus Schocken, in welchem sich das Museum nun befindet.

Nachtrag 19.05.2014: Die morgige Ausgabe von Echt – Das Magazin zum Staunen widmet sich ebenfalls der Archäologie mit Blick auf’s smac. (Morgen 21:15 im MDR Fernsehen.)

// Zum Weiterlesen:
Im Kern mittelalterliche Burgen des Erzgebirges

 

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Löwendecke

ereitHunterian Psalters Ende letzten Jahres gab es schon die ein oder andere Idee, was man mit dem graubraunen Stück Walkloden anfangen könnte, welches der Farbe wegen in unsere Stoffsammlung kam. Ein Wollkleid? Ein Hoodie? Oder lieber ein…? Erst das (nebenstehende) B aus dem Hunterian Psalter (auch York Psalter genannt) von um 1170 gab die letztendliche Initial-Zündung: Eine große Decke!

Besonders die beiden Löwen am Boden hatten es uns angetan und sollten den Loden zieren. Also zuerst den Deckensaum versäubern (Saumstich) und das Bild zurechtschneiden. Eine geeigenete Größe für Löwen auf der rechten unteren Ecke der ca. 2×1,5m großen Decke erschien etwas kleiner A4. So konnte man den Zuschnitt der Löwenilluminierung gut ausdrucken und auf Butterbrotpapier übertragen. An der entsprechenden Stelle wurde dann der viereckige Stickrahmen in den Stoff eingenäht und auf der Deckenoberfläche das Butterbrotpapier angenäht. So kann man hervorragend entlang der Linien sticken. Bereits im Mittelalter hat man so zu stickende Motive auf den Stoff zu übertragen – allerdings verwendete man dafür kein Butterbrotpapier. Und leider scheint auch erst der viereckige Stickrahmen ab dem 15. Jahrhundert belegt zu sein…

Es dauert seine Zeit bis alles fertig entlanggestickt ist, wofür wir das Osterlager auf Burg Regenstein sehr gut nutzen konnten. Als alles fertig gestickt war, konnte das Butterbrotpapier enfernet werden (die kleinen Papierreste an den Einstichstellen werden auch bald abfallen) und fertig war die die Verzierung der Wolldecke. Möge sie uns in kalten Nächten löwenstark beistehen!

 

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