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Kleine Übersicht zum Kinderspielzeug

Jetzt in der Vorweihnachtszeit sind wir alle ja damit beschäftigt, die (letzten) Geschenke für’s geheiligte Fest zusammenzusuchen. Es traf sich, dass ich bei der Lektüre des Buchs Alltag im Mittelalter von Ernst Schubert über das ein oder andere Spielzeug stolperte. So kam mir die Idee dieses kleinen Rundblicks. Vielleicht kommt dem Ein oder Anderen noch eine Idee, was man den Kindern beim Familienbesuch zu Weihnachten mitbringen kann. Wobei ich die Spielzeuge nur als Vorlage verstehen möchte, da mir die hygienischen Bedingungen zwischen tierischen Körperteilen und Kleinkindern nicht ganz geheuer wären… ;)

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SEITENspiegler 05/14: Bücher und eine Tolkien-Doku

The World’s 10 Most Expensive Books Ever Sold // Das sind die sieben teuersten Bücher der Welt
Sieben Meere, sieben Siegel, sieben Bücher. Das könnte ein Gedankte gewesen sein, als Die Welt die Forbes-Liste anfasste und mit Details anreicherte. Oder aber, die Maximalanzahl an Buchstaben wäre mit 10 Büchern drastisch überschritten gewesen. Oder es klang eben zu sehr nach “Top Ten”. Lange Rede, kurzer Sinn: Das amerikanische Wirtschaftsmagazin macht gerne Listen. Mal geht es um Reichtum und Einfluss irgendwelcher Menschen, dann wieder um die reichsten fiktionalen Charaktere, und diesmal ging es um die zehn Bücher, die am teuersten irgendwohin verkauft worden sind. Die Welt hat sich nun die ersten sieben herausgepickt und die ein oder andere Info dazugeschrieben. Das Evangeliar Heinrichs des Löwen (um 1188) ist nur eine der mittelalterliche Schriften auf der Liste. Auf Platz 8 – und damit nicht mehr in der Welt-Aufzählung – befänden sich noch die Canterbury Tales aus dem Jahre 1387. Ein Blick darauf zu werfen, lohnt sich auf jeden Fall.

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Fassgeschichte(n)

Ich lese gerade Essen und Trinken im Mittelalter von Ernst Schubert und bin gerade beim Weinanbau angelangt. Zuvor wurde bereits der Salz- und Heringshandel abgehandelt und ich war verblüfft, dass sich Salz, Wein und Hering sprichwörtlich etwas Großes teilten: das Fass. Händer transportierten beispielsweise Salz aus Lüneburg nach Köln, um auf dem Rückweg in den gleichen (zwischenzeitlich aber vom Salz gereinigten) Fässern Rheinwein zu mitzunehmen. [1]

Nun traf es sich, dass Gilly’s playground ebenfalls das Thema Fassherstellung aufgriff und insgesamt drei Videos zeigte. Ich habe mir davon einmal den Beitrag der Deutschen Welle herausgenommen, da dieser die Herstellung in (deutscher) Handarbeit zeigt und auch die einzelnen Arbeitsschritte erklärt.


// Direktlink

Ein kleine Anmerkung zum Beitrag noch: Im Beitrag wird das Fass selbstredend aus Eichenholz gefertig. Schubert merkte an, dass man insbesondere Fässer für den Heringstransport möglichst aus dieser Holzart fertigte, da beispielsweise Esche oder Fichte dem Fisch einen eigenartigen Beigeschmack geben. [2]

Die beiden anderen Videos zeigen ablaufgerechte Impressionen einer sehr automatisierten Tonnenherstellung. Eines befasst sich mit der Produktion von Fässern bei Jack Daniel’s, was eine kleine interessantes Detail bereithält: Als sich später die amerikanische Ölindustrie entwickelte, kam es zu Fassengpässen – so wie sie im mittelalterlichen Europa (etwa in ertragsreichen Weinjahren) ebenfalls auftreten konnten. In Amerika griff man dann auf verfügbare Whiskeyfässer zurück, sodass das Hohlmaß Barrel dadurch vom Whiskey auch auf das Öl überging. [3]

[1] Ernst Schubert: Essen und Trinken im Mittelalter, S. 64
[2] Ebd. S. 140
[3] Ebd. S. 182

 
 

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Neuheiten

Am 10. April 2011 startete der SachsenSpiegler als Blog für die Themen Mittelalter und Fantasy. Vorbild hierfür war ein früheres Privatprojekt, welches sich vornehmlich um Rückblicke erzgebirgischer Mittelaltermärkte und einschläger Konzerte widmete (von denen meine Kumpels und ich häufig welche besuchten). Der SachsenSpiegler sollte dieses Hobby weiterführen, und mit Video- und Bildfunden angereichert werden. Den Namen SachsenSpiegler hatte ich gewählt, da umzugsbedingt nicht mehr nur im Erzgebirge unterwegs war. Der Blog sollte also Ereignisse in Sachsen widerspiegeln. Und irgendwie kam dann noch vor allem Sachsen-Anhalt und Niedersachsen dazu. Aber was soll’s, schließlich wurde ja der Sachsenspiegel in eben letzterer Region veröffentlicht…

Soweit so gut. Doch im Laufe der Zeit besuchte ich immer weniger Märkte, dann war ich komplett beim WGT dabei (und nicht nur ein Tag im Heidnischen Dorf wie noch 2010) und im August schloss sich schon das Gößnitz Open Air, das M’era Luna und einiges anderes an. Das “Themenspektrum” wuchs irgendwie (zusammen mit den Regionen) mit und letztendlich war es ein kleiner Mischmasch aus etwas Geschichte, deutlich mehr Fantasy, ein größerer Klecks schwarz und seltener ein Markt oder auch mal ein Lager. Klar, irgendwann ist man mit Mittelaltermärkten als solches gefüttert, man lernt Neues, Interessantes – und auch historisch Richtigeres kennen. Jedenfalls bin ich etwas unglücklich geworden mit diesem Blog. Hier und da überlegte ich, wie man ihn neu ordnen könnte, was man ändern könnte. Es hemmte durchaus auch die Schreiblust.

Nun entwickelte sich langsam der Gedanke, den Gothic-Kram auszulagern und hier wieder mehr zu historisieren. Und heute auf Arbeit kam mir dann schließlich die mir passende Namensidee für den “dunkleren” Blog: SCHATTENspiegler. Also habe ich kurzerhand den Inhalt von hier in den neuen Blog übernommen und anschließend hier und drüben jeweils invertiert entrümpelt. Die (Gothic-) Festivalberichte liegen nun quasi doppelt vor, da sie ja meist irgendwie “mittelalterlich” sind. Die SeitenSpiegler gibt es aber nur hier (außer dem letzten, der ja eh durch’s WGT und so eher dunkelbunt war.) Ansonsten dürfte ich konsequent getrennt haben. Wichtig bei der Aktion war mir aber auch die optische wie namentliche Ähnlichkeit beider Seiten.

Ich werde dieser Tage wohl beide Blogs entsprechend neu strukturieren. Hier gedenke ich vor allem die Sortierung nach Regionen einzudampfen. Ansonsten bin ich mal gespannt, wie sich die beiden Blogs nun gestalten werden. Ein paar Ideen habe ich zumindest schon einmal…

 
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Verfasst von - 21. September 2014 in Eigensinniges

 

SeitenSpiegler 04/14: Bauarbeiten, Fürstentage und mancherlei Bodenfunde

In der Maienzît sind uns wieder ein paar interessant erscheinende Dinge im Internet begegnet – nun hier zusammengefasst im neuen SeitenSpiegler:

  • Seit geraumer Zeit wird fleißig im und am erzgebirgischen Schloss Schwarzenberg gebaut, welches zwischen 1200 und 1220 (zur Zeit der Besiedelung des Erzgebirges) errichtet wurde. Und meist gehen mit solchen Arbeiten auch gern einmal neue Funde einher. So konnten etwa hinzugerufene Archäologen Anfang Dezember Knochen und Scherben bergen. Außerdem konnten neue Erkenntnisse über die Ringmauer im Südflügel gewonnen werden. (KabelJournal) Und die Arbeiten gehen weiter – und vielleicht finden sich ja noch die ein oder anderen Schätze. Wie der Lokalsender KabelJournal berichtete, wurden Anfang Mai beispielsweise neue Deckenbalken eingebaut. Die Räume, die derzeit umgebaut werden, beherbergten die Dauerausstellung des Schlosses, welche nun parallel neugestaltet wird. Ab November 2014 kann man die neue Ausstellung wieder besichtigen und dabei auch einige komplett neue Exponate vorfinden.

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